Archiv der Kategorie 'Senat'

Anträge der DL im StuPa II – Zivilklausel

Wir haben in der ersten Sitzung im Dezember im StuPa erfolgreich zwei Anträge gestellt. Beide beschäftigen sich mit der Zivilklausel und zwingen nun den ASTA Marburg, sich kritisch bei der Diskussion zur Zivilklausel und der Finanzierung an Universitäten und anderen Forschungseisrichtungen zur Wort zu melden. Das das nicht unbedingt von allen AStA – tragenden Listen gewollt ist, sieht man an der klaren Positionierung des AStA – Vorstandes, das „Dual Use“, also Forschung, die sowohl zivilen als auch militärischen Nutzen hat, kein Problem sei. Selbst wenn in einem Projektförderungsantrag klar der militärische Nutzen heraus gehoben wird. Nach Aussage des AStA – Vorstands und RCDS – Parlamentariers Vosschult sei auch ein Forschungsprojekt, welches von der Bundeswehr gefördert werde, keine militärische Forschung, so lange eine zivile Nutzung nicht ausgeschlossen ist. Wir sehen das anders und wir haben uns auch im StuPa – Marburg durchgesetzt. Hier einmal die Anträge in der beschlossenen Form:

Das Studierendenparlament unterstützt die folgende Erklärung und fordert den Senat der Philipps – Universität Marburg auf sich dieser ebenfalls öffentlich anzuschließen.

Zivile Forschung stärken, militärische öffentlichen Hochschulen abschaffen. Forschung an Die aktuell öffentlich diskutierten Forschungsaufträge des Pentagon an Hochschulen bundesweit sind ein Symptom eines chronisch unterfinanzierten Hochschulwesens. An öffentlichen Einrichtungen darf nicht zu militärischen Zwecken geforscht und dazu beigetragen werden, dass Krieg verharmlost wird.

Die vorherrschende Unterfinanzierung des Bildungssystems setzt Hochschulen unter Druck jegliche Forschungsaufträge anzunehmen. Dadurch wird Die Autonomie der Hochschule angegriffen und es wird sich vom Anspruch von unabhängiger Forschung und Lehre weiter entfernt.

Wie die Medienberichte verdeutlichen, reicht eine Zivilklausel allein nicht aus, um Forschung zu militärischen Zwecken an öffentlichen Hochschulen
auszuschließen.

Daher fordern wir eine gesetzliche Verankerung einer Zivilklausel auf Landesebene.
Des weiteren fordern wir die Landesregierung dazu auf, dafür zu sorgen, dass den Hochschulen ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden, um dem kostbaren und von der Verfassung geschütztem Gut der akademischen Freiheit und Unabhängigkeit Sorge zu tragen und im Interesse der Allgemeinheit zu Forschen und zu Lehren.

Der zweite Antrag lautet wie folgt:

Das Präsidium der Hochschule wird durch den AStA-Vorstand dazu aufgefordert, öffentlich bekannt zu geben, inwiefern dieses von der Drittmittelfinanzierung durch das „Pentagon“ an der Philipps-Universität Marburg informiert war und wie es sich grundsätzlich zur Auftragsforschung von sogenannten Verteidigungsministerien, militärischen Einrichtungen und Unternehmen, die u.a. dem Bereich der Rüstungsindustrie zuzuordnen sind, positioniert.

Des Weiteren wird das Präsidium der Hochschule aufgefordert Auskunft darüber zu geben, ob und an welche Fachbereiche für welche Forschung
Drittmittel von sogenannten Verteidigungsministerien, militärischen Einrichtungen und Unternehmen, die u.a. dem Bereich der Rüstungsindustrie zuzuordnen sind, fließen.

Sollte das Präsidium auf die Anfragen nicht bis zum 16.12.2013 reagieren, wird der AStA beauftragt, diese Anfragen in der Senatssitzung am 18.12.2013 zu stellen.

Wir werden auf der nächsten Sitzung nachprüfen, wie weit der AStA Marburg sich an die Beschlüsse des Studierendenparlament hält und welche Ergebnisse dabei raus gekommen sind.

Hochschulwahlen 2012

Vom 03.07. bis 05.07. finden an der Uni Marburg Hochschulwahlen statt.
Wir als Demokratische Linke (DL) sind auch wieder dabei auf StuPa Listenplatz 1.

Warum sollten wir wählen gehen?
Nur wenn sich mindestens 25% der Studierenden an der Wahl beteiligen, kann die Verfasste Studierendenschaft – also Fachschaften, Studierendenparlament und AStA – vollständig über ihre Gelder verfügen.

Dass es im AStA u.a. die kostenlose Rechts- und Sozialberatung, das Semesterticket sowie die Härtefallberatung gibt, hängt unmittelbar von der Koalition ab und ist nicht selbstverständlich. Auch die Bibliothek des fem-Archivs, das autonome Schwulenreferat, das autonome Referat für Studierende mit Behinderung, das autonome Frauen-Lesben-Referat oder aber das autonome Referat für ausländische Studierende gäbe es ohne die aktuelle Koalition nicht.

Auch unterstützt der AStA viele studentische Initiativen bei der Umsetzung diverser Projekte, so z.B. Radikate, radlos.

Die DL ist u.a. in diesen Referaten vertreten und setzt sich darin für u.a. bessere Studienbedinungen ein:

- Referat für Soziales (studentische Wohnraumsituation)
- Referat für internationale Vernetzung (Koordination gegen die Kommerzialisierung von Bildung auf globaler Ebene. Aktuell: Global Education Strike)
- Referat für Geschlechterpolitik (Veranstaltungen zur kritischen Auseinandersetzung mit Genderkonstrukten)

Linker AStA kommt nicht von selbst. Mach mit oder geh wenigstens wählen.

Hochschulpakt unterschrieben – Protest geht weiter!

Der Hochschulpakt 2010-2015 wurde heute von ALLEN Hochschulleitungen unterschrieben. Diese drücken zwar in einer Protokollnotiz aus, dass sie den Hochschulpakt nicht gut finden. Für beides wollen sie nun mit ihrem Namen stehen.

Sie haben unterschrieben, trotz der Demo letzten Dienstag in Wiesbaden mit mehr als 10.000 Teilnehmenden.
Und auch trotz der Erklärung des Senats gestern, der das auch missbilligt. Das Frau Krause unterschreibt, sieht der Senat als „Nötigung“ durch die Landesregierung.

Heute gab es gegen 14:00 eine Vollversammlung vor dem Hörsaalgebäude. Es waren ca. 500 Studis, Mitarbeiterinnen und Profs anwesend. Danach bildeten sich zwei spontane Demonstrationszüge, von denen einer wohl kurz die Stadtautobahn blockierte.

Auch ist nach unseren Informationen das Präsidium der TU Darmstadt heute früh von Studierenden besetzt worden.

Für Solidarität und freie Bildung!

UPDATE 16:00 Uhr: Es sind wohl gerade 2 Leute verhaftet worden (Malte & Markus)! Nachdem die Demonstration aufgelöst wurde.

UPDATE: 17:05 Uhr: Inzwischen ist wohl mindestens eine dritte Person (Jonas) verhaftet worden. Viele Leute sammeln sich in Cappel vor der Polizeistation.

UPDATE: 18:00 Uhr: Inzwischen sind alle wieder frei! Sie wurden erkennungsdienstlich behandelt (ED), d.h. vermutlich Fotos und solche Sachen. Mehr später.

Diese Woche geht’s los!

Zur Erinnerung: Morgen wird um 14:00 Uhr in einer öffentlichen Senatssitzung die Ankündigungen der kriminellen Landesregierung bezüglich des Hochschulpakts beschlossen. Die Gruppe um Roland Koch und Eva Hörmann-Kühne will ab 2011 den Universitäten 30 Millionen Euro weniger zukommen lassen. Das wird für Forschung&Lehre drastische Konsequenzen haben.
Weitere Themen werden die Grundordnung der Universität und der Umstand, dass eine Burschenschaft die Alte Uni für eigene Feierlichkeiten nutzen will, sein.

Ebenfalls morgen um 18:00 Uhr im Philipps-Bistro (Erdgeschoss der Mensa Erlenring) findet ein Treffen studentischer Vertretungen (Fachschaften, Senat, AStA, etc.) statt, bei dem es auch um den Hochschulpakt und die Frage, wie wir damit umgehen geht.

Am Donnerstag um 15:00 Uhr ist dann vor der Alten Uni eine Kundgebung, denn in der Alten Uni wird Frau Prof. Dr. Krause feierlich ihr Amt als Präsidentin antreten und die Kultusministerin (Eva Hörmann-Kühne) wird ebenfalls anwesend sein.

Kommt!

Senatssitzung nächsten Montag!

Nächsten Montag, den 19.4. ist wieder Senatssitzung! Und zwar in der alten Aula um 14:00 Uhr.

Thema dieser Senatssitzung wird der Hochschulpakt (also die 30 Millionen Euro weniger als bisher für hessische Hochschulen, s.u.) und die Grundordnungs-Kommission wird einen Teil ihrer Ergebnisse vorstellen.
Vor allem beim ersten Thema wäre eine starke studentische Präsenz ein sehr gutes Signal an die Universität, dass wir uns für die Problematik interessieren und auch um Druck aufzubauen.

Bei der Grundordnung geht es um die Marburger Ausgestaltung des Hessischen Hochschulgesetzes (HHG), da dieses viele Punkte zur freien Gestaltung lässt. Die Grundordnung wird, sollte sie in Kraft treten, dann quasi über dem HHG stehen, also entscheidender als dieses sein.

Wir sehen uns am Montag!
bring your friends

P.S.: Der Senat ist das höchste direkt gewählte Gremium der universitären Selbstverwaltung. Er besteht aus ProfessorInnen, technisch-administrativen und wissenschaftlichen MitarbeiterInnen und Studierenden.

Vize-Präsidenten und die „gläsernen Studierenden“

Sorry für die Sendepause, aber es gab in letzter Zeit einfach viel zu tun. Nicht nur Klausuren, sondern auch in der Hochschulpolitik.

Frau Krause im Amt und zwei Vize-Präsidenten gewählt

Am 17. Februar beginnt Frau Dr. Krauses 6-jährige Amtszeit als Uni-Präsidentin und am 8. Februar wurden im Senat Schachtner und Lachnit zu Vizepräsidenten gewählt. Leider konnte sich Frau Richter, als Gegenkandidatin zu Schachtner nicht durchsetzen. Das lag daran, dass ein Teil der Studierenden für den eindeutig konservativeren Biologen stimmte. Einiges Unbill, das uns jetzt droht, wäre uns dann vielleicht erspart geblieben.

Denn Schachtner, neuer Vize-Präsident für „Informations- und Qualitätsmanagment“, hat die „Neuorganisation des Campusmanagments“ zur Chefsache erklärt. Seine Ideen zur Rationalisierung könnten sich dann zum Beispiel in einem zweiten Versuch für eine personalisierte, volldigitale Uni-Karte im Stil der Goethe-Card in Frankfurt ausdrücken. Neben den horrenden Kosten und dem zu erwartenden Chaos (schaut euch nur, was jetzt schon digitale Anmeldeverfahren für Probleme produzieren), ist auch der Datenschutz bei solchen Projekten alles andere als Priorität. Es könnten uns also die „gläsernen Studierenden“ drohen.

Das neue Präsidium hat sich aber auch auf die Fahne geschrieben, möglichst viele Statusgruppen bei wichtigen Entscheidungen einzubeziehen. Unter dem alten Präsidium wurden viele Entscheidungen – aufgrund der gesetzlichen Möglichkeit – alleine vom Präsidium getroffen. Es wurde sogar schon befürchtet, dass das Präsidium einfach alleine ein Campusmanagementsystem kauft ohne das mit anderen Statusgruppen zu diskutieren. Im neuen Präsidium soll das anders geregelt werden: Es soll u.a. einen Arbeitskreis zum Campusmanagement geben. Wichtig aus Sicht der Studierenden wird es sein, innerhalb dieser Arbeitskreise die eigene Position deutlich zu artikulieren und bei wichtigen Dingen keine Kompromisse einzugehen. Außerdem wird es immer wieder wichtig sein, deutlich zu machen, dass das Präsidium unter Druck gesetzt werden wird, wenn es seine Versprechen in Bezug auf Beteiligung der Statusgruppen nicht einhält.

Leider hat Frau Krause, und am 8. Februar auch der Senat, dadurch das die Mehrheit Herrn Schachtner wählte, dazu beigetragen, dass im kompletten Uni-Präsidium lediglich eine Frau sitzen wird und zwar Frau Krause selbst. Die Wahl für den Vize-Posten für Forschung und Wissenstransfer wird am 22. März stattfinden. Vor kurzem war auf der Homepage der Uni zu lesen, dass sehr wahrscheinlich Herr Bremmer aus der Physik von Frau Krause vorgeschlagen wird.
Gab es im letzten Präsidium sogar noch eine eigene Stelle für Gleichstellung, soll das im neuen Präsidium Chef-Sache von Frau Krause werden. Dies wird aber sicherlich eher dazu führen, dass das Thema unter den Tisch fällt, da eine Präsidentin wahrscheinlich schon genug zu tun hat. Nicht das die frühere Vize-Präsidentin für Gleichstellung gute Arbeit geleistet hätte, aber ein falsches Zeichen ist es trotzdem diese Stelle zu streichen und keine einzige Frau im Präsidium zu haben außer sich selbst.

Es ist Frau Dr. Krause!

Heute fand im erweiterten Senat die Wahl der neuen Uni-Präsident_in statt. Erwartet wurde ein Entscheidung zwischen den beiden Marburger Kandidat_innen Krause und Frenking. Doch anders als gedacht wurde bereits im ersten Wahlgang eine Entscheidung getroffen: Prof. Dr. Katharina Krause wird nach Nienhaus ab dem 01.02.2010 dem Präsidium vorsitzen.

Sie hatte 26 von 34 Stimmen erhalten. Nur vier Stimmen gingen an den jetzten Chemie-Dekan Frenking, vier an den jüngsten Kandidaten Schmidt. Direkt nach der Wahl wurde der Forderungskatalog überreicht.

Eine detailliertere Einschätzung dieses Wahlergebnissese wird folgen.

Forderungen an das neue Uni-Präsidium

Am Donnerstag, den 26. November wurde von der studentischen Vollversammlung im AudiMax folgende Resolution verabschiedet, die am kommenden Montag der neuen Uni-Präsidentin oder dem neuen Uni-Präsidenten übergeben wird:

Die Studierenden fordern vom neuen Uni-Präsidium sich zu verpflichten:

1. den Senat als oberstes, beschlussfassendes Gremium der Universität anzusehen und sich an Beschlüsse der Fachbereiche, insbesondere Berufungskommissionen zu halten.

2. die fünf Hochschulratsmitglieder durch alle Mitglieder der Universität wählen zu lassen. Die Auswahl der Bewerber_innen folgt dann über den zentralen Wahlvorstand.

3. keine Prüfungs- & Studienordnungen zu ratifizieren, bei denen die Zulassung für den Master an die BA-Note geknüpft ist.

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Eine Nachfolge für Nienhaus

Prof. Dr. Volker Nienhaus (lebenslauf mit bild) ist seit dem 16. 02. 2004 Präsident unserer Universität. Da eine Amtszeit sechs Jahre dauert, wird er im Februar nächsten Jahres beerbt. Aber von wem?

Noch hat der Senat die alleinige Aufgabe eine Nachfolger_in für Nienhaus zu finden. Noch, weil das neue Hochschulgesetz auch hier dem Hochschulrat mehr Kompetenzen zukommen lässt. Noch ist es aber der Senat und bei diesem sind 22 Bewerbungen für das Präsident_innenamt eingegangen.

Aus diesen 22 Bewerbungen haben die wahlberechtigten Mitglieder des Senats jetzt 7 Personen vorgeschlagen, die sich genauer vorstellen werden. Und zwar am 9. November in der Alten Aula ab 12:00.
Ein Ausweichtermin für alle die am 9. nicht können, bietet sich mit der Vollversammlung am 26. 11. wo die Kandidat_innen auch noch einmal vorgestellt werden.

Zwei der Bewerber_innen sind auch selbst aus Marburg: Katharina Krause (Kunstgeschichte) und Gernot Frenking (Chemie). Beide überzeugen genauso wenig, wie die anderen Bewerber_innen. Zumal wir von einer Präsident_in verlangen würden sich einzig und allein als Sprachrohr der universitären Selbstverwaltung zu sehen. Das Land Hessen, das neue Hochschulgesetz und die Bewerber_innen haben aber andere Pläne. So scheint es, als könnten unsere Senatsmitglieder keine der Kandidat_innen unterstützen, wollen sie auch weiterhin studentische Interessen wahren.

Werden Uni-Verwaltungen auch bald akkreditiert?

Das Hochschul Informations System (HIS) ist eine GmbH in öffentlicher Hand. Sie unterstützt Uni-Verwaltungen u.a im Bereich der Hochschul-IT. So wird das Vorlesungsverzeichnis der Uni-Marburg von HIS gestellt. Wie hoch die Kosten sind wäre sicherlich eine Recherche wert.

HIS berät die Universitäten aber auch in der Hochschulentwicklung.
So werden Studien über die Effizienz von Uni-Verwaltungen durchgeführt. Ein Professor im Senat stellte bei einer Sitzung am 19. Oktober die interessante Frage, ob Verwaltungen jetzt auch akkreditiert werden müssen. Die Universität Marburg hat diese Studie 110.000 Euro gekostet. Was dabei rauskommt ist noch ungewiss, aber viele üben bereits Kritik an den Datenerhebungen. Vieles sei zu quantitativ. Diese Studie ist freiwillig, aber wie freiwillig ist sie wirklich, wenn die Universitäten mittlerweile untereinander im Wettbewerb stehen müssen? (mehr…)